Senec Cloud

Die SENEC.Cloud 2.0 im Vergleich

Was Sie bei Stromtarifen von Stromspeicher-Anbietern beachten sollten

Im Artikel Neue Geschichten vom Strommarkt vom 24. Mai 2017 stellte das Fachmagazin pv magazine die mittlerweile zahlreich gewordenen Cloud- und Flat-Tarife vor. Anders als von einem unserer Wettbewerber behauptet, wird dabei jedoch nicht die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Stromprodukte verglichen. Zudem haben sich im oben genannten Artikel des Fachmagazins pv magazine und der eigenen, online veröffentlichten Interpretation dieses Artikels durch den Wettbewerber Fehler eingeschlichen, die nun sowohl von pv magazine als auch von SENEC richtig gestellt wurden. Mittlerweile hat der genannte Marktbegleiter seine Veröffentlichung von seiner Website genommen.

Gemeinsam mit pv magazine wollen wir Transparenz in die unterschiedlichen Angebote bringen. Deshalb stellen wir von SENEC hier die Tarife von SENEC.Cloud 2.0, SonnenFlat, E.ON SolarCloud und Co. anhand eines konkreten Beispiels direkt gegenüber.

Vergleich der Stromtarife von SENEC, E.ON, EnBW und Sonnen

Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, müssen allen Berechnungen die gleichen, realistischen Werte zugrunde liegen. Für den folgenden Vergleich nehmen wir daher die gleichen Ausgangsparameter für alle Stromprodukte auf Jahresbasis ohne steuerliche Betrachtung an:

  • Haushalts-Jahresstrombedarf: 4.500 Kilowattstunden (kWh)
  • Aktueller Bezugspreis (Arbeitspreis und Grundgebühr): 0,29 € je kWh = 1.305 € pro Jahr
  • Photovoltaik-Anlage: 7 kWp mit einem Jahresertrag von 7.000 kWh
  • Autarkiegrad durch PV-Anlage mit Stromspeicher: 70 % (entspricht 3.150 kWh Eigenstromabdeckung)
  • Restlicher Strombedarf: 30 % bzw. 1.350 kWh
  • EEG-Einspeisevergütung für überschüssigen PV-Strom: 0,1227 € pro kWh

Beispiel 1: SENEC.Cloud 2.0 (SENEC)    

Cloud-Beitrag für 1.000 kWh freie Liefermenge (inkl. MwSt.): 14,95 € pro Monat (179,40 € pro Jahr)

Strompreis pro kWh bei Mehrverbrauch über freier Liefermenge (inkl. MwSt.): 0,14 €

  • In SENEC.Cloud 2.0 eingespeister Strom (kompletter PV-Überschuss): 3.850 kWh
  • Aus Cloud bezogener, verbrauchter Netz-Strom: 1.350 kWh
    • Davon abgedeckt durch freie Liefermenge aus Cloud-Paket: 1.000 kWh
    • Davon Mehrverbrauch über freier Liefermenge: 350 kWh
  • Nicht aus SENEC.Cloud entnommener und somit nach EEG vergüteter Strom: 2.500 kWh
  • Strombezugskosten inkl. MwSt. pro Jahr: 228,40 €
  • (179,40 € SENEC.Cloud-Beitrag zzgl. 350 kWh x 0,14 €)
  • EEG-Vergütung pro Jahr: 306,75 € (2.500 kWh x 0,1227 €)

Ergebnis: Überschuss von 78,35 € pro Jahr
(1.383,35 € Ersparnis pro Jahr im Vergleich zur Ausgangssituation)

Wichtiger Hinweis: Die SENEC.Cloud 2.0 kann ohne Erwerb von zusätzlicher Hardware (Stromzähler, Zählerschrank etc.) und ohne Montagekosten genutzt werden. Aufgrund der gesetzlich für 20 Jahre garantierten EEG-Einspeisevergütung ist das Konzept der SENEC.Cloud für 20 Jahre gesichert.

Quelle: Stromliefervertrag SENEC.Cloud 2.0

Haben Sie Fragen zur SENEC.Cloud 2.0? Wir stehen Ihnen gerne unter der Rufnummer 0341/39 29 35 50 zur Verfügung.

Beispiel 2: sonnenFlat home (Sonnen)

Grundpreis sonnenCommunity inkl. MwSt.: 19,99 € pro Monat (239,88 € pro Jahr)

Freie Liefermenge (sonnenFlat4250 = bis max. 4.250 kWh Jahresgesamtverbrauch): 1.100 kWh*

Strompreis pro kWh inkl. MwSt. bei Jahresgesamtverbrauch über 4.250 kWh: 0,23 €

  • Nach EEG eingespeister Strom (kompletter PV-Überschuss): 3.850 kWh
  • Aus sonnenFlat bezogener, verbrauchter Netz-Strom: 1.350 kWh
    • Davon kostenlos im 1. Jahr: 1.100 kWh*
  • Liefermenge/Mehrverbrauch über Paketmenge: 250 kWh
  • Strombezugskosten inkl. MwSt. pro Jahr: 297,38 €
  • (239,88 € Grundpreis zzgl. 250 kWh x 0,23 €):
  • Geschätzte Mindestkosten Montage der notwendigen zusätzlichen Zähler inkl. MwSt.: 350 €
  • EEG-Vergütung pro Jahr: 472,40 € (3.850 kWh x 0,1227 €)

Ergebnis: Überschuss von 175,02 € im 1. Jahr
(1.480,02 € Stromkosten-Ersparnis pro Jahr im Vergleich zur Ausgangssituation)

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Montagekosten für die zusätzlich notwendigen Zähler entstehen können, die nach unserer Erfahrung mindestens 350 Euro inkl. MwSt. betragen, sodass man unter Berücksichtigung dieser Kosten noch eine Ersparnis von 1.130,02 € hat.

Wichtiger Hinweis: Für die Nutzung der kostenlosen sonnenFlat muss der Kunde der kostenpflichtigen sonnenCommunity beitreten. Es fallen zudem ggf. weitere Zusatz-Kosten für den Kauf eines größeren bzw. neuen Zählerschranks sowie Montagekosten hierfür an, wenn kein freier Zählerplatz in der Hausverteilung vorhanden ist. Weiterhin wird ein Stromzählerpaket verbaut, welches aktuell durch Sonnen gesponsert wird. Diese Aktion ist laut Sonnen-Website begrenzt, so dass Neukunden diese Kosten zukünftig selbst tragen müssen. Die vorgenannten Mehrkosten können die oben genannte Ersparnis deutlich schmälern oder aufheben, wurden aber hier nicht berücksichtigt, da diese individuell kalkuliert werden müssen. Die freie Liefermenge der sonnenFlat home ist laut AGB von sonnen für zunächst ein Jahr garantiert und soll sich durch Einnahmen aus Primärregelenergie refinanzieren (siehe unten „Hintergrundwissen: Stromtarife und Regelenergie“).

Quelle: Internetseite, AGB sonnenFlat home und AGB sonnenCommunity von Sonnen mit Stand 19.06.2017

Beispiel 3: SolarCloud (E.ON)

Grundpreis E.ON SolarCloud 4000 für 1.500 kWh freie Liefermenge (inkl. MwSt.): 27,99 € pro Monat (335,88 € pro Jahr)

Strompreis pro kWh bei Mehrverbrauch über freier Liefermenge (inkl. MwSt.): 0,26 € (bei Verrechnung/Abzug der EEG-Einspeisevergütung)

  • In Cloud eingespeister Strom (kompletter PV-Überschuss): 3.850 kWh
  • Aus Cloud bezogener, verbrauchter Strom: 1.350 kWh
    • Davon abgedeckt durch freie Liefermenge Cloud-Paket: 1.350 kWh
  • Liefermenge/Mehrverbrauch über freier Liefermenge: 0 kWh
  • Nicht aus Cloud entnommener und somit nach EEG vergüteter Strom: 2.500 kWh
  • Strombezugskosten inkl. MwSt. pro Jahr: 335,88 €
  • EEG-Vergütung pro Jahr (2.500 kWh x 0,1227 €): 306,75 €

Ergebnis: 29,13 € neue Stromkosten pro Jahr
(1.275,87 € Ersparnis pro Jahr im Vergleich zur Ausgangssituation)

Wichtiger Hinweis: Die E.ON SolarCloud kann ohne kostenintensiven Erwerb von zusätzlicher Hardware (Zähler, Zählerschrank etc.) und ohne zusätzliche Montagekosten genutzt werden. Aufgrund der gesetzlich für 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung ist das Cloud-Konzept für 20 Jahre gesichert.

Quelle: Internetseite sowie Stromliefervertrag von E.ON mit Stand 19.06.2017 bzw. 01.04.2017

Beispiel 4: Solar+ (EnBW)

Grundpreis für 1.500 kWh Liefermenge inkl. Mwst. (Paket S): 19,99 € pro Monat (239,88 € pro Jahr)

zzgl. kWh-Preis innerhalb Paket S bis 1.500 kWh (inkl. MwSt.): 0,1999 € je kWh

Strompreis pro kWh bei Mehrverbrauch über Paketmenge (inkl. MwSt.): 0,2799 €

  • Nach EEG eingespeister Strom (kompletter PV-Überschuss): 3.850 kWh
  • Bezogener, verbrauchter Netz-Strom: 1.350 kWh
    • Davon Liefermenge aus Solar+ Paket S: 1.350 kWh
    • Davon Mehrverbrauch über Paketmenge: 0 kWh
  • Strombezugskosten inkl. MwSt. pro Jahr: 509,75 €
  • (239,88 € Grundpreis zzgl. 1.350 kWh x 0,1999 €)
  • EEG-Vergütung pro Jahr: 483,95 € (3.850 kWh x 0,1257 €)

(Besonderheit: EnBW will PV-Strom direkt vermarkten und 0,3 Cent pro kWh mehr vergüten)

Ergebnis: 25,80 € neue Stromkosten pro Jahr
(1.279,20 € Ersparnis pro Jahr im Vergleich zur Ausgangssituation)

Wichtiger Hinweis: EnBW bewirbt auf seiner Internetseite weitere Vermarktungsmöglichkeiten über deren Community und ggf. mögliche Stromgeschenke, auf die aber nicht näher eingegangen wird, als Annahmen aufgeführt, aber nicht garantiert werden. Zudem wird ein Grundpreisrabatt in Höhe von 10 € monatlich angeboten, jedoch befristet auf nur 12 Monate. Deshalb werden diese hier rechnerisch nicht berücksichtigt.

Quelle: Internetseite und Stromliefervertrag von EnBW mit Stand 19.06.2017

Hintergrundwissen: Stromtarife und Regelenergie

Wenn man die unterschiedlichen Stromprodukte vergleicht, sollte man sich auch anschauen, auf welcher Grundlage diese geschaffen wurden. Tarife, die auf der für 20 Jahre garantierten EEG-Einspeisevergütung (z.B. E.ON SolarCloud, SENEC.Cloud 2.0) basieren, sind mit Tarifen, die auf der Vermarktung von Regelenergie basieren (z.B. SonnenFlat) nur schwer zu vergleichen, da die Refinanzierung der Stromlieferung an den Kunden für die Anbieter unterschiedlich ist.

Regelenergie (oder auch Regelleistung) wird die Reserve genannt, mit der Schwankungen im öffentlichen Stromnetz ausgeglichen werden. Regelenergie wird eingesetzt, um Stromangebot und Stromnachfrage in jeder Sekunde auszugleichen und damit das Stromnetz stabil zu halten. Unterschieden wird zwischen Primärregelleistung (Ausgleich innerhalb von Sekunden), Sekundärregelleistung (Ausgleich innerhalb von fünf Minuten) und Tertiärregelleistung (Ausgleich innerhalb von 15 Minuten).

Einige Stromspeicher-Hersteller sind in den Markt für Primärregelleistung eingestiegen oder beabsichtigen, dies zu tun. In Deutschland umfasst dieser Markt ein Volumen von etwa 600 Megawatt (MW) Leistung. Allein von Januar 2017 bis heute hat ein Stromspeicher-Zubau für diesen Markt mit einer Kapazität von über 200 MW Leistung stattgefunden. Sehr viel im Vergleich zum Gesamtmarkt. Der Einstieg der neuen Akteure hat zur Folge, dass sich das Angebot erhöht hat und die Vergütung für Primärregelleistung stark gesunken ist. Das verdeutlicht die folgende Grafik. ­

Preisentwicklung Prl
Quelle der Daten: www.regelleistung.net (Stand: 15.06.2017)

Die Grafik zeigt, wie sich die Vermarktungspreise pro MW Leistung entwickelt haben. Allein für 2017 ist ein Preisverfall von 30 Prozent zu verzeichnen und dieser Trend wird sich u.E. auch in Zukunft fortsetzen, denn es kommen neue Anbieter bzw. Stromspeicher bei gleichbleibender Nachfrage hinzu. Das heißt auch, dass Regelleistungsanbieter, wie beispielsweise Stromspeicher-Betreiber, die ihre Speicher-Leistung einzeln oder in einem Pool vermarkten (lassen), mit sinkenden Einnahmen rechnen müssen. Dadurch fehlende Gewinne müssten von Anbietern/Stromlieferanten beispielsweise durch die Erhöhung der Grundgebühr und/oder Änderung des kWh-Preises (Arbeitspreis) ausgeglichen werden, um nicht defizitär zu wirtschaften.

SENEC hat sich deswegen Ende 2016 entschieden, dieses Risiko im Sinne der Kunden nicht mehr einzugehen und die Kalkulation der Stromprodukte auf ein solides und langfristiges gesichertes Fundament zu stellen. Die Regelenergievermarktung bleibt zwar weiterhin Teil der Vermarktungskaskade bei SENEC, trägt aber nicht zur Finanzierung des Stromproduktes SENEC.Cloud 2.0 bei. Mit der SENEC.Cloud 2.0 wurde ein solides Konzept geschaffen, welches sowohl auf der gesetzlich garantierten EEG-Einspeisevergütung sowie auf der planbaren Direktvermarktung von Strom basiert.

Neben der reinen Wirtschaftlichkeit von Stromprodukten, die zum Stromspeicher angeboten werden, sollten sich Kunden daher auch genau anschauen, welches Konzept dahinter steckt und ob dieses langfristig ausgelegt ist. Und natürlich geht dem voran, sich für eine passende und qualitativ hochwertige PV- und Speicher-Anlage zu entscheiden, die die Basis einer gesamten Energielösung mit Cloud oder Flat darstellt.

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